Künstlerauswahl

Josef Dobrowsky

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    JOSEF DOBROWSKY
    HOF, WINTERLICHE LANDSCHAFT - 1934
    Aquarell auf Papier
    47 x 63 cm

Josef DOBROWSKY wurde 1889 in Karlsbad, in Böhmen (CZ) geboren. Seine Kindheit verbringt er zwischen Karlsbad, Prag und Wien. Seine Ausbildung beginnt er an der Malschule von Franz Hohenberger, besucht im Anschluss die Wiener Kunstgewerbeschule und studiert ab 1906 an der Akademie der bildenden Künste bei Christian Griepenkerl und Rudolf Bacher. 1919 tritt er der Wiener Secession bei, deren Ehrenmitglied er 1955 wird. 1934 wird er Mitglied der Prager Secession. Seine frühen Arbeiten weisen Einflüsse Gustav Klimts, Ferdinand Hodlers und Albin Egger-Lienz’ auf. Ab 1920 setzt sich Dobrowsky mit der niederländischen Malerei, vor allem mit Werken von Pieter Breughel d. Ä. und mit Rembrandt auseinander, was in den warmen, dunkelerdigen Farben seiner Bilder aus dieser Zeit ersichtlich wird. In den 30er Jahren wird Dobrowskys Stil expressiver und er verwendet hellere, leuchtende Farben. In dieser Phase entstehen neben Landschaften auch vermehrt Porträts und Stillleben. In seinem gesamten malerischen Schaffen widmet sich Dobrowsky primär der Porträt- und Landschaftsmalerei. Charakteristisch für seine Malerei ist eine zurückhaltende, tonige, mit Hell-Dunkel-Werten arbeitende Farbpalette, melancholisch oder expressive Stimmung vermittelnd. Von 1946 bis 1963 unterrichtet Dobrowsky die Meisterklasse für Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien und prägt zahlreiche KünstlerInnen. Zu seinen Schülern zählten u. a. Wolfgang Hollegha, Alfred Hrdlicka, Josef Mikl und Arnulf Rainer. Dobrowsky schuf ein umfassendes Œuvre, für das er mehrfach ausgezeichnet wurde, zuletzt 1962 mit dem Österreichischen Staatspreis. Er zählt zu den wichtigsten österreichischen Künstlern der Zwischenkriegszeit und Wegbereiter der modernen Malerei in Österreich. 1964 stirbt Josef Dobrowsky in Tullnerbach im Wienerwald (NÖ). 1950 - erste Ausstellung in der Galerie Welz.