Valentin Oman

Ausstel­lung vom 15.01.2020 - 29.02.2020

„Valentin Oman ist ein Spuren­such­er, ver­gle­ich­bar einem Archäolo­gen. Sein Inter­esse gilt vor allem dem Men­schen, zeitweise der Land­schaft. Mit großer Achtung und Respekt geht er in sein­er Kun­st, in Malerei, Zeich­nung, Druck­grafik, Plas­tik und in Wand­malereien, den Bedin­gun­gen des Men­sch­seins und der Natur des Men­schen in der Gegen­wart nach. Er sucht nach einem all­ge­me­ingülti­gen, zeit­losen Bild, das aber den­noch in der Gegen­wart wurzelt und das Einge­bun­den­sein des Einzel­nen in die poli­tis­chen und sozialen Umstände berücksichtigt.

Ein wesentlich­er Aspekt von Omans Kunst­werken ist die sinnliche Qual­ität der Ober­flächen und die Mate­ri­al­ität, die als gle­ich­berechtigte Bedeu­tungse­le­mente neben das inhaltliche Anliegen treten, ja mit diesem ver­schmelzen. In der Malerei ver­wen­det der Kün­stler neben Ölfar­ben Tex­tilien, Leim und Gips, oder arbeit­et Zeitungsauss­chnitte oder medi­ale Bilder col­lagear­tig ein. Dünn übere­inan­der gelegte Farb­schicht­en lässt er abblät­tern oder kratzt sie teil­weise wieder ab. Es entste­ht der Ein­druck, als ob diese Ober­flächen einen lan­gen Prozess des Auf- und Abbaus hin­ter sich haben. Gle­ichzeit­ig wird ihnen eine Sub­stanz ver­liehen, die von ihrer Mate­ri­al­ität und Farbe her an ver­wit­terte, natür­liche Ober­flächen aus Stein oder Sand denken lässt. Auf diesen oder bess­er in diesen Ober­flächen tauchen schemen­haft und stat­u­ar­isch einzelne men­schliche Fig­uren auf.“ Mag­dale­na Felice

In der Ausstel­lung wer­den aktuelle Mis­chtech­niken aus 2019, aus ins­ge­samt 9 Zyklen, auf Papi­er aus „Ultra­marin“, „Val­ca­mon­i­ca“, „Immer wieder Mauern (Beth­le­hem)“ und „Spuren-Sle­di „ und auf Lein­wand aus den Zyklen „Ecce Homo“, „Spuren“, „Wiener Spuren“, „Beth­le­hem“ und „Homo faber“ des 1935 in St. Stefan/teben bei Vil­lach gebore­nen Kün­stlers gezeigt.